Ein Award für die Dichter & Denker.

Die Zeiten sind turbulent. Wenn man die Zeitung aufschlägt, wimmelt es nur so von illegaler Balkanroute & angezündeten Flüchtlingsheimen, von Hass, Angst, Wut & den letzten Resten eines hilflosen Wirschaffendas. Von f***ing Facebook ganz zu schweigen. Freunde & Bekannte erscheinen polarisiert, ich selbst weiß oft nicht, was ich denken soll, wo ich Grenzen ziehen und wo ich selbige öffnen soll. Manchmal erscheint es, als gäbe es nur das eine oder andere Lager – und dann kommen doch wieder kleine Lichter, die zeigen, dass es noch Denker gibt. Und Dichter.

UnbenanntAn diese Guten (die sich unterscheiden vom „Gutmenschen“, was als Begriff sowieso vollkommen daneben liegt & nur von vollkommen Danebenliegenden benutzt wird) richtet sich dieser kleine Award, mit dem ich gern eine Erinnerung schaffen würde, dass es mehr gibt als Sorge. Sondern da das ganz generell das Gute im Menschen ist – und dass „wir“ es tatsächlich „schaffen“ können, wenn dem eine Chance gegeben wird.

Also:

1. Was ist gut?

2. Etwas, das erst durch Einwanderung, Völkerwanderung, Menschenbewegung in unseren Breiten entstand oder möglich wurde – und auf das du auf keinen Fall verzichten möchtest:

3. Was wäre dein Martin-Luther-King’scher Traum?

4. Wie gehst du mit Meinungen (und Meinungsmache) in deinem Umfeld um?

5. Welche Medien, Wege, Möglichkeiten nutzt du, um an möglichst differenzierte Informationen zu kommen?

6. Was macht dir Mut aufs Gute?

Wie es (weiter)geht: 6 Fragen zum Guten im Schlechten beantworten, 6 Fragen zum Guten im Schlechten stellen, 6 Nominierungen.

Ich nominiere:

 

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27 Gedanken zu “Ein Award für die Dichter & Denker.

  1. stefanini schreibt:

    Liebe Sabine,
    Ich weiß gar nicht genau, was ich sagen soll, weil ich mich so freue, dass ich dich auf den Gedanken gebracht habe … und ich es eine tolle Sache finde, darauf aufmerksam zu machen, dass es „mehr gibt als Sorge“.
    Normalerweise mache ich bei den Awards nicht mit, ich werde auch dieses Mal nicht kettenbriefmäßig daran teilnehmen, sondern es etwas abwandeln.
    Lieber Gruß

  2. kaetheknobloch schreibt:

    Ey! Den Sturmdrangkopp nimmste aber zurück! Sonst komm ick pasöhnlich nach Balin und renn dir die Bude ein…Oh!!!

    Ernsthaft, liebe Sabine, ich freue mich murmeligkringelig, eben weil sie zwar sorgenvoll ist diese unsere Zeit, aber welche wäre es nicht gewesen?! Zwischen alldem Betroffenheitsgefloskel und Wohlstandsgejammer gibt es soviel Gutes und Schönes und lichtblickende Menschenkinder… Dass du mich zu denen zählst, macht mich stolzbollerig. Ich danke Dir herzvoll zugeneigt und verspreche Antworten, Deine Käthe.

    Jenuch rumjenatscht, eenmol inne Kittelschürze jeschnieft und weiter jehts…

  3. arnoldnuremberg schreibt:

    1. Was ist gut?
    – Spontan geantwortet: Dem Menschen Mensch sein.
    – Das Seine tun

    2. Etwas, das erst durch Einwanderung, Völkerwanderung, Menschenbewegung in unseren Breiten entstand oder möglich wurde – und auf das du auf keinen Fall verzichten möchtest:
    – Ideen
    – Transformation
    – Beispiel: Was wäre Nürnberg ohne Albrecht Dürer mit „ungarischem Migrationshintergund“?

    3. Was wäre dein Martin-Luther-King’scher Traum?
    – Noch heute eine bewegende Rede von Martin Luther King
    – Im Lied: „We shall overcome“
    – Die USA betreffend: Ich wünsche Präsident Obama die erforderliche Unterstützung, das Gefangenenlager in Guantanamo zu schließen.

    4. Wie gehst du mit Meinungen (und Meinungsmache) in deinem Umfeld um?
    – Nachfragen
    – Wo es nicht wichtig ist: „Links liegen lassen“
    – Wo es wichtig ist: philosophieren

    5. Welche Medien, Wege, Möglichkeiten nutzt du, um an möglichst differenzierte Informationen zu kommen?
    – Menschen zuhören
    – Ausgewählte Bücher lesen, dazu Besprechungen, wie hier in den Blogs
    – Zeitung, Fernsehen, Internet filtern und zuträgliche Dosis aufnehmen

    6. Was macht dir Mut aufs Gute?
    – Die Rede vom Guten bei Platon, Kant und KollegInnen
    – Die neue soziale Bewegung der Freiwilligen bei der Begleitung von Flüchtlingen
    – Noch ein Lied: Wolf Biermann, Ermutigung
    – Und: Jeder Tag ist ein neuer Tag

    Wie es (weiter)geht: 6 Fragen beantworten, 6 Fragen stellen, 6 Nominierungen.

    Sechs Fragen:

    Sechs von sieben Fragen, die die Initiative „Rock your Life“ an ihre studentischen Helfer und deren Schützlinge stellt:
    • „Was würden deine Freunde sagen, sind deine größten Talente?“
    • „Was würdest du machen, wenn es sicher nicht schief gehen würde?“
    • „Was fällt dir so leicht, dass du es großzügig geben kannst, immer und immer wieder?“
    • „Was würdest du machen, wenn Geld keine Rolle spielen würde?“
    • „Warum bist du hier?“
    • „Wofür danken dir die Menschen oft?“

    Schönen Dank für die Fragen
    und viele Grüße

    • Sabine Wirsching schreibt:

      vielen dank fürs freie aufnehmen, fürs freie weiterfragen (antworten folgen umgehend) & vor allem für die antworten, die mir neben all dem polarisierten medienblödsinn hoffnung auf menschen machen, die immer noch vor allem auf den eigenen kopf & das eigene herz hören. herzlichsten dank und noch herzlichere grüße!

    • Sabine Wirsching schreibt:

      so. dann mal los mit „rock my life“ 😉

      1. Was würden deine Freunde sagen, sind deine größten Talente? — Nicht verurteilen, schreiben, unsozial sein. Oder backen!

      2.Was würdest du machen, wenn es sicher nicht schief gehen würde? — Einen Selbstversorgerhof-am-See kaufen, 3 Kinder kriegen & ebenso viele Hunde (nicht selbst kriegen, aber haben), und nur noch Bücher schreiben.

      3. Was fällt dir so leicht, dass du es großzügig geben kannst, immer und immer wieder? — Buchstaben & Möhrenkuchen.

      4. Was würdest du machen, wenn Geld keine Rolle spielen würde? — Siehe oben. Und schöne Reisen durch die Welt.

      5. Warum bist du hier? — Das frage ich mich auch. Bis jetzt habe ich noch keine Antwort gefunden. Es pendelt zwischen „völliger Schwachsinn“ und „wenn es Schwachsinn ist, kann ich auch ein bisschen Spaß haben, oder?“

      6. Wofür danken dir die Menschen oft? Fürs Zuhören. Und Klappe halten 😀

  4. pgeofrey schreibt:

    Liebe Sabine,
    schnupfenbedingt bin ich etwas später dran. Der Beitrag folgt, irgendwann im Laufe des Tages.
    Deine Fragen stelle ich Freiwilligen zur Verfügung, da mir gerade die Zeit für mehr fehlt.

    Vielen Dank für die Nominierung Rote Wangen + 🙂 !
    Peter

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