Leben in Schwarz-Weiß.

onelovelyblogawardDer von mir äußerst geschätzte Monsieur Manie hat mich für den One Lovely Blog Award nominiert! Herzlichsten Dank dafür! Diesmal hat das Frage-und-Antwort-Spiel eine neue Tiefe gewonnen, denn hier muss man sich auch die Fragen selber ausdenken – bzw. die Fakten. Hier kommen also 7 Wahrheiten über mich:

1. Ich bin gern allein, bis zur Lebensnotwendigkeit gern.

… und ich werde sehr unerträglich, wenn ich es nicht sein kann. Eine Tür, die ich schließen kann, ist wichtig. Und selbst, wenn sie nur in meinem Kopf ist (und dort für andere eine Qualität erreicht, von der die Schöpfer des Eiserne Vorhangs nur träumen konnten): Ich bin leider gut darin, die Dinge für mich selbst zu regeln. Einsam? Selten. Isoliert? Selbstverschuldet. Glücklich? Oft.

2. Manchmal möchte ich unsichtbar sein.

Es gibt Tage, da würde ich in Gesellschaft gern eine Tarnkappe tragen. Für alle, die mein Schweigen bereits verwirrte: Es war schön mit euch! Sonst wäre ich nicht geblieben. Ich muss nicht zwingend mitreden, um Gesellschaft zu genießen. Da das aber keiner weiß (oder doch die wenigsten) und die gesellschaftlichen Konventionen auf Beteiligung sichtbar Anwesender beharren, wäre so ein Tarndings dann ganz praktisch. Oder ein Elbenmantel.

3. Mein Leben ist ein Schwarz-Weiß-Fernseher.

Mit Realität habe ich es nicht so. Das gaaaanze Leben ist ein Spiiiiel und wir sind nuuur die Kan-di-daten… Ernsthaft, manchmal-oft blockiere ich mich mit meinen eigenen Schubladen. Aber ich arbeite an den Grautönen und man munkelt bereits von echten Technicolor-Momenten.

4. Ich habe einen geheimen Fetisch.

Engelbert & Strauß-Hosen, nämlich. Für alle, die schon lachen: wirklich! Es stimmt. Und für alle, die nicht wissen, was das ist: So etwas trägt der gutgekleidete Handwerker von heute. Uniformfetische soll es ja öfter geben und ich habe auch von Frauen gehört, die angesichts von Schlips & Anzug vollkommen ausflippen. Tja. Das ist bei mir nicht so. Mit Gucci, Boss und Armani kann man bei mir eher weniger reißen – aber wenn jemand mit Könnerschaft Wände streicht/Abflüsse verschraubt/Dübel in die Wand dreht, schmilzt mein Herz. Ganz gleich ob Maler, Messebauer oder Tischler. Vielleicht sollte ich Engelbert & Co. fragen, ob die mich nicht sponsoren wollen. Ach ja, Koteletten sind auch Fetischbestandteil, aber da ist vermutlich kein Geld mit zu machen (nur Herzkummer).

5. Wenn man mich lässt, ernähre ich mich zu 90% von Käsebrot.

Gebraten, mit Spiegelei. Die anderen 10% sind vorzugsweise Vietnamesisch. Oder Schokolade, wenn ich gerade am Schreiben bin und in heller Wortefindepanik eine ganze Tafel Zartbitter verkasematuckeln kann, ohne es auch nur zu merken.

6. Ungeduld ist meine Tugend.

Ich kann nicht warten. Was zu tun ist, muss ich am besten gleich erledigen. Abwartenmüssen und Unerledigtes liegen mir auf der Seele wie dem Sisyphos der Stein: Entspannen ist dann nicht drin. Und manchmal muss ich mit mehreren Paukenschlägen wieder aus meinem persönlichen Iron-Working-Man-Modus geholt werden.

7. Ich mag es, Holz anzufassen.

Parkett im Baumarkt, feuchtes Treibholz am Strand, antike Schränke und Schreibtischplatten… da gibt es wirklich feine Sachen, die auch dazu angetan sind, wieder eine Verbindung zur Realität herzustellen. Gartenarbeit hat übrigens dieselbe, meditative Wirkung.

Und weiter geht’s – Spielregeln für den Award: Verlinke die Person, die dich nominiert hat und bedanke dich (oder verfluche sie dafür), liste die Spielregeln auf, nenne 7 Fakten über dich und nominiere 7 weitere Blogs. Das zumindest ist der Plan… da im Moment aber wieder überall die Stöckchen fliegen und (fast) alle der von mir geschätzten Blogger gerade irgendwie-irgendwo nominiert wurden, habe ich hier nur Eine (alle anderen, die Lust haben, mögen sich frei fühlen, ebenfalls teilzunehmen):

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9 Gedanken zu “Leben in Schwarz-Weiß.

  1. Sofasophia schreibt:

    Hey wow, ich stehe auch auf Arbeitsklamottenmänner … jetzt aber echt. Auch sonst hast du mir paar Kopfnicker abgerungen: Rückzug und so.
    Schön, dich ein bisschen besser kennenlernen zu dürfen.

  2. tikerscherk schreibt:

    Interessante Antworten. Wir teilen die Vorliebe für händisch arbeitende Männer (ich habe einen regelrechten Fetisch für Kluften) Thai-Essen und Käsebrote, für das Alleinsein, die Ungeduld, das Anfassen von Gegenständen. Bei Dir Holz, bei mir Oberflächen im Allgemeinen. Und für Rock´n´Roll.

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