Begleitmusik Januar.

Ein neues Jahr hat begonnen und deswegen beginne ich das Jahr auch mal neu! So kommen heute mal vier Herren zu Wort und Ohr, die manchmal das Beste sind, was man für Herz & Seele tun kann. Exemplarisch, jeweils. Weil vor allem die ersten beiden mehr gute Songs gemacht haben, als in einen Blogeintrag passen.

George Harrison „Behind That Locked Door“ (1970)

Ich habe mir neulich die Box „The Apple Years“ gekauft und mache mich langsam daran, ein Album nach dem anderen durchzuhören. Als erstes war „All Things Must Pass“ dran, also das erste non-instrumentale Solo-Album von George Harrison. Ich habe das Booklet durchgeblättert und einmal mehr mit Freude die außerordentlich warmen Worte gelesen, die Dhani Harrison seinem Vater und dessen Lebenswerk gewidmet hat. Und dann saß ich in meinem Zimmer, Kopfhörer auf, hab die Welt vergessen und mir liefen die Tränen runter. Weil es so unfassbar gut ist. In jeder Hinsicht.

Es ist vermessen und idiotisch zu sagen, dass einem ein Fremder als soulmate erscheint. Aber es ist fast 20 Jahre her, dass sich ein Teil meiner Seele verknallte. Tja, und was soll ich sagen? Ich bin es immer noch. Segelohrig, rauschebärtig, zottelhaarig – egal. In einem anderen Leben, vielleicht.

 John Lennon „Watching The Wheels“ (1980)

Früher war er mir im Kopf am nächsten, aber irgendwie hat das nachgelassen. Von seiner Musik höre ich inzwischen nur noch selten was. Trotzdem. Guter, kluger, verwirrter Mann. Vielleicht höre ich deswegen nur noch so wenig: zu ähnlich.

Ringo Starr

War mir nie soo wichtig, dabei ist er um einiges witziger als man denkt. Man höre, staune und erkenne wieder.

Paul McCartney „The World Tonight“/“If You Wanna“ (1997)

Ich hatte viel zu lange vergessen, wie gut ein Großteil des „Flaming Pie“-Albums ist. Und bei „and we always come back to the songs we were singing“ musste ich sehr lachen. Wenn alles voll beschissen ist, gibt’s immer noch die Beatles (und etliche ihrer Solo-Alben). Ich kehre zurück zu den Wurzeln, wenn ich diese Musik höre. Zurück in eine Zeit, in der ich noch gar nichts über die Welt wusste, und in der mir vier Fremde ein Zuhause schufen, in das ich immer werde zurückkehren können.

„The World Tonight“ ist obendrein einer der besten McCartney-Songs ever. Ansonsten halte ich ohne den ironisch-rockigen Gegenpol eines Lennon ja nicht allzuviel von ihm, aber dieser Track ist einfach gut und macht Tanzlaune. Ebenso „If You Wanna“ und „Young Boy“, der mir früher am besten gefiel und mir heute fast ein bisschen zu poppig erscheint. Was danach kommt, konnte damals wie heute nicht wirklich Freude in mir auslösen. Egal. Take me for a ride in your cadillac.

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12 Gedanken zu “Begleitmusik Januar.

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