Der Klappentext.

Meine liebe Crowd,

bei der Buchgestaltung geht es langsam ans Eingemachte, und zwar kräftig! Beim Cover geht es darum, anzulocken, und dann entscheidet entweder der erste Satz – oder das, was als Klappentext hinten draufsteht, über Fall oder Aufstieg. Ihr wart mir bisher eine unschätzbare Hilfe, deswegen baue ich auch diesmal auf eure Kompetenz: Welcher der drei Klappentexte a) passt am besten zu meinem Buch? b) würde euch ansprechen?

1 DIE ZITAT-VARIANTE

„Und doch werde ich es wieder tun, wieder – noch ein letztes Mal – das Herz offenlegen, beim nächsten, den ich lieben will. Alte Narben vergessen und klüger sein. Das schwöre ich mir. Denn die Hoffnung sucht weiter. Die Sehnsucht nach dem Einen bleibt. Der Glaube an den Krawallprinzen, an den, der einem das Herz rettet. Was die Sehnsucht nach Liebe nicht tötet, das brennt in ihr heller denn je.” – Eine junge Frau und ihr Berliner Sommermärchen: eine Trennung, viele Männer und am Ende eine Entscheidung. Familie, Freiheit – oder doch Liebe?

2 DIE KONZEPT-VARIANTE

Verlieben, verlieren, vergessen, verzeihen und am Ende ist alles rosarot: Dieses Konzept einer klassischen Liebesgeschichte war einmal. Heute ist alles möglich, aber nie einfach. Es ist kein Liebesroman, in dem eine Namenlose von Freiheit erzählt und Sex meint. Einen Sommer lang sucht sie das Besondere und macht sich austauschbar, sie findet Affären und hofft dabei auf Liebe – und sie tritt den einzigen, der es ernst mit ihr meint, mit Füßen. Dabei entsteht ein Vielecksverhältnis zwischen Ex-Freund, One-Night-Stands und Beziehungsversuchen – so bunt und katastrophal schön wie die Hauptstadt selbst.

3 DIE SEX-ABER-VARIANTE

Es geht natürlich um Sex – auch. Aber hinter den flüchtigen Begegnungen einer Namenslosen steckt viel mehr, denn es geht um das, was am Ende von dem selbstverständlich und alltäglich gelebten Ja-Nein-Vielleicht-Karussell des Berliner Liebeslebens übrig bleibt. Damit ist diese Geschichte für alle geschrieben, die Berlin im Herzen haben – und die, denen die promiskuitive Unverbindlichkeit der Großstadtnächte manchmal zum Hals raushängt. „Was die Sehnsucht nach Liebe nicht tötet, das brennt in ihr heller denn je.”

Bitte einmal abstimmen, kommentieren, ergänzen, verwerfen, aufpeppen… ihr wisst schon. Merci!

Ein kurzes Update zum Cover: Wer die Debatte hier oder bei FB verfolgt hat, weiß, dass es hier wegen eines Corporate-Design-Konzepts (Text statt Bild, schlicht statt schreiend, auffällig statt zwanghaft wohlgefällig) nicht allzuviel Spielraum gibt. Mein Buch wird weiß sein. Punkt.

Aber der Untertitel wird nicht mehr auf dem Cover sein, sondern auf der Banderole – und die wird sowohl Farbe, als auch Grafik, als auch ein deutliches Berlin-Element enthalten. Mit der neuen Lösung bin ich recht zufrieden und ich freue mich sehr darauf, diese Ideen nach Weihnachten auch endlich umzusetzen!

 

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33 Gedanken zu “Der Klappentext.

      • stefanini schreibt:

        Ich finde das Zitat für den Klappentext zu lang und würde mir wenn ein kürzeres und einen etwas längeren inhaltlichen Text wünschen.

        Du kannst deinen Klappentext ja auch noch kürzer gestalten. Manche haben da ja nur einen Satz oder nur Schlagwörter stehen. Das macht die Sache vielleicht interessant; andererseits ist dein Inhalt mit der Nichtliebesgeschichte und Berlin vielleicht nicht „originell“ genug, als dass man da mit Schlagworten arbeiten kann. Sondern man muss den potentiellen Lesern ja gerade zeigen, wieso die eigene Geschichte trotz all des Dagewesenen dennoch originell ist.

        (Aber was weiß ich denn schon 😉 )

      • stefanini schreibt:

        Ich weiß 😉 Aber eigentlich hatte ich gedacht, dass es dafür Leute beim Verlag gibt. Immerhin sind das die Marketingexperten ( – wobei mir der Titelsatz ja da auch schon ein bisschen unprofessionell vorkam). Ich hoffe, das Lektorat kann was.

        Ja, ich weiß, eine nicht so versteckte Kritik an dieser Stelle. Aber du hast recht viel Geld durchs Crowdfunding beisammen und meinerseits empfinde ich das bisher durch deine Berichte noch nicht gerechtfertigt. Vielleicht könntest du einen ausführlicheren Bericht dazu schreiben: Also was bisher auf Seiten des Verlages abgelaufen ist, um da ein bisschen aufzukären.

        Ich würde jetzt denken: Du hast all die Promotion absolviert, hast dein Buch schon allen vorgestellt, hast erste Rezensionen eingesammelt; hast Rückmeldungen zum Cover und zum Titel von uns eingeholt; schreibst den Klappentext; hast das Geld gesammelt … Was machen die?

        Lektoriert hätte ich dir das Ding für hundert Euro. Mann, was du schon an Reingewinn gehabt hättest, wenn das Crowdgeld dir zugeflossen wäre 😉

  1. Mrs.McH schreibt:

    Nr.2 Konzeptvariante geht gar nicht (gähn) und Nr. 3 Sexvariante nagelt dich u.U. sofort fest und schreckt potentielle Leser ab. Da es aber Bestandteil der Thematik ist, würde ich versuchen, das Wörtchen Sex in Variante 1 einzubauen. Eher in einem Nebensatz, naja, wie nebenbei erwähnt eben. Oder in Form eines anderen Wortes: (flüchtige) Abenteuer, unzählige Nächte voller Sehnsucht (bla), Episoden/Eskapaden. Berliner Sommermärchen ist mir ehrlich gesagt auch zu einfach gemacht, wie ein mal eben so mitgenommener Begriff, den man verwendet um eine Welle mitzureiten. Ist vielleicht ja sogar verkaufstechnich so gewünscht, aber ich finde es abturnend.Und wo bleibt eigentlich die Musik im Klappentext???

    • Mrs.McH schreibt:

      Ein Blog, dem ich seit kurzen folge, hat im Banner dieses Zitat stehen:

      „Liebe ist die Antwort, aber während man auf sie wartet, stellt der Sex ein paar ganz gute Fragen.“ – Woody Allen

      Ich finde, das trifft den Nagel ganz gut auf den Kopf. (Mein Vorschlag ist nicht, es zu verwenden, aber ich gebe es dir einfach mal mit.)

      • Mrs.McH schreibt:

        Ich nehme das jetzt erst wahr: „Familie, Freiheit – oder doch Liebe?“
        Hallo? Ich lese: Familie = MINUS Liebe? Abgesehen davon, dass ich die Entscheidung frei zu sein, als ganz große Liebe empfinde, nämlich die zu sich selbst. Aber ich schweife ab. Die Zitatwahl ist super finde ich, aber alles danach muss überdacht werden. *Peitsche schwing*

  2. magguieme schreibt:

    Ein Gedanke zu der Sex aber-Variante: Laut dieser Umschreibung wäre das Buch nichts für mich, ich WEISS aber, dass es das ist!
    Ich mag endlich wissen, wie es weitergeht und ich habe weder Berlin im Herzen noch irgendein stärkeres Gefühl zu pomiskuitiver Unverbindlichkeit in Großstädten…
    Um ohne Leseprobe davon angesprochen werden zu können, müsste ich diese Widmung komplett ausblenden.

    Ich glaube, davon abgesehen, sagt das Voting am meisten darüber aus, was für ein Typ man selber ist. Mir sagt die Konzept-Variante am meisten zu, weil ich einiges erfahre, ohne zu viel verraten zu bekommen. Auch die Zitat-Variante wirkt dort hinein, wäre mein Platz zwei und dabei immer noch ein Grund, das Buch zu kaufen.

  3. 500woerterdiewoche schreibt:

    Die zweite Variante liegt für mich ein bisschen weiter vorn; wobei ich es bei 2 und 3 irgendwie seltsam finde, dass die Namenlosigkeit so betont wird. Wirklich schlecht finde ich aber keinen der Texte. Sogar der mit Zitat ist, im Vergleich zu anderen Zitat-Klappentexten, richtig brauchbar (im Sinne von „man erfährt auch was über Inhalt und Themen“ statt nur „wow, das Buch enthält mindestens zwei gut formulierte Sätze“).

    Was das Cover betrifft, habe ich ja schon meinen Senf dazu gegeben. Inzwischen habe ich mir auch die Verlagswebseite angeschaut und andere Cover gesehen, und ich muss ganz ehrlich sagen, das Problem von kladde ist nicht, dass dein Buch nicht ins Corporate Design passt, weil du mehr Gestaltungselemente willst (die Banderole finde ich übrigens eine gute Lösung), das Problem von kladde ist, dass ihr Corporate Design, höflich ausgedrückt, einfach traurig ist. „Text statt Bild, schlicht statt schreiend, auffällig statt zwanghaft wohlgefällig“, alles schön und gut – aber die Cover sehen nicht aus nach „wir haben ein minimalistisches Konzept“, sondern nach „wir haben überhaupt kein Konzept, und niemand bei uns interessiert sich so richtig für unsere Bücher, aber irgendwas muss ja auf dem Cover stehen“. Reclam hat auch ein minimalistisches Konzept, ohne so lieblos auszusehen.

    Außerdem kriege ich, aber vielleicht ist das nur mein persönliches Problem, Pickel bei falschen und/oder ohne Trennstrich geschriebenen Trennungen.

    • rocknroulette schreibt:

      über die pickel musste ich sehr kichern 😀 was man manchmal so für animositäten hat (falsche trennungen killen mich aber auch)!
      was du zum cover sagst, ist aufgenommen, aber ich kann an dieser stelle einfach nichts mehr dazu sagen. co-comment-policy, quasi, sieh es mir nach!

      die verdammte namenlosigkeit… ich will das gar nicht betonen, aber sie hat keinen namen und „die protagonistin“ ist irgendwie so stolperig… ich suche verzweifelt nach alternativen und „namenlos“ war mir bis jetzt am liebsten.

      • stefanini schreibt:

        Ach, hierzu auch noch was: Ich habe die ersten Seiten deines Buches über die Leseprobe gelesen, daher wusste ich nicht, dass auch du deiner Protagonistin keinen Namen gegeben hast. In meinem Roman komme ich auch das ganze Buch über ohne Namen aus – und auch beim Klappentext hat es mit einem einfachen „sie“ funktioniert. (Also das heißt jetzt nicht, dass ich meinen Klappentext als wahnsinnig gelungen ansehe, nur, dass es ohne „namenlos“ zu sagen, klappte …)

      • 500woerterdiewoche schreibt:

        Ist klar, ich erwarte ja auch nicht von dir, dass du mal eben kladde übernimmst und das CD generalüberholst 😛 Ich musste das nur loswerden, sorry.

        Was ist mit „die junge Frau“? Dann ist im Kontext eines Klappentextes klar, dass die Protagonistin gemeint ist.

      • rocknroulette schreibt:

        ja, aber das klingt irgendwie so… hm. macht mich nicht glücklich. ich denke, ich werde stefaninis „sie“ übernehmen!

        loswerden ist übrigens völlig legitim.

  4. kaetheknobloch schreibt:

    Eine Zitatvariante ist immer neugierigmachend, finde ich, zumal man da am einfachsten Deine besondere Schreibe entdeckt. Konzeptvariante spricht mich gar nicht an, Pardöngsche und die Sex-abervariante betont mir zu sehr Berlin. So starre ich ratlos auf die Abstimmung und vermag nicht, zu helfen.

  5. lilasumpf schreibt:

    Ich habe für die Zitat-Variante gestimmt. Wenn ich einen Klappentext lese, will ich eine Kostprobe des Buches haben – ich möchte neugierig werden und ungeduldig, weil ich endlich die erste Seite aufschlagen möchte. Ähnlich wie der „Gruß aus der Küche“ im Restaurant … 😉

  6. letternwald schreibt:

    Das Zitat ist sehr gut gewählt und verspricht Komplexität – die beiden anderen würden uns nicht locken, eher abgeschmackt und tausendfach in derselben Form auf dem Ladentisch 🙂

  7. Mountfright schreibt:

    Ich habe für die Sex-Variante gestimmt, allerdings dabei auf den PR-Berater, nicht den Schriftsteller in mir gehört. Du willst ja verkaufen. Der Schriftsteller hätte das Zitat genommen, aber auch, da stimme ich stefanini zu, kürzer.

  8. Ania schreibt:

    Ich bin für die Sex-Variante, weil sie den Kern trifft. Berlin ist gleich Promiskuität ist gleich Achterbahnfahrt der Lüste ist gleich die Sehnsucht nach Beständigkeit.

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