DYNAMITE #89: Heartbreaker.

Besonders schön ist das Gelände an der Columbia-Halle nicht. Weitaus irritierender: In diesem Jahr gab es neben dem üblichen (und recht schicken) Rockabilly-Sortiment auch Hipster-Leggins mit Sternenmuster zu kaufen. Ansonsten: Nicht die schönste Rock’n’Roll-veranstaltung Berlins, aber als Messe ganz nett! Am besten, wenn die Konzerte laufen – sonst ist es bis auf die Stimme des so unermüdlich wie unsichtbaren Hallenbeschallers doch etwas ruhig.

Aber gegen Abend ist es draußen mit einem frischen Burger in der Hand und frischer Musik im Ohr durchaus komfortabel.

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Der Auftakt zur 3. Lifestyle & Rock’n‘Roll-Messe ist laut: The Graveltones scheppern mit energiegeladenem 2-Mann-Garage los. Rock’n’Roll ist das allerdings nur teilweise – und das gilt auch für den Main-Act Kitty, Daisy und Lewis. In goldenen Spandexanzügen spielen sie einen bunten Discomix, was dem äußerst gemischten Publikum besser gefällt, als den nur vereinzelt anwesenden Rockabillys, die sich mehr in Richtung „Going Up The Country“ erhofft hatten. Am Samstag sorgen aprilartige Wolkenbrüche dafür, dass das Außengelände mit Hotrods, US-Cars und Motorrädern erst mal leer bleibt. In dieser Zeit ist man (abgesehen von der Beschallung durch einen so unermüdlichen wie unsichtbaren Kommentator) am besten in der Halle aufgehoben: Kleider, Haaraccessoires und Strumpfhosen, Tiki Heart, Strychnin, Strawbetty und historische Brillenmodelle… hier findet nicht nur die Dame, was das Herz begehrt! Wer viel Zeit und eine angemessene Portion Exhibitionismus mitgebracht hat, kann sich bei Ink Addicts, Kreuzstich & Co. sogar tätowieren lassen. Aufs Ohr gibt es dazu Konzerte von Blue Rockin bis Bonsai Kitten sowie Burlesque-Shows und Modenschauen fürs Auge. Am Sonntag steht neben dem Rockabillybrunch und einem Flohmarkt außerdem der 1. Heartbreaker Poker Run auf dem Programm: Statt am Tisch findet dieses Spielchen in der City statt: Die Teilnehmer sind dabei mit ihren Oldtimern unterwegs und sammeln an verschiedenen Stationen Spielkarten ein. Am Ende gewinnt nicht der Schnellste, sondern der mit dem besten Pokerblatt beim Heads up der anderen Art.

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