Die große Umfrage: Wie soll mein Roman heißen?

Freunde, es wird ernst: Gerade habe ich mit meinem freundlichen Verleger („mein Verleger“… ich wollte das schon immer mal sagen! Juchhu!) einen Brainstorm zum finalen Romantitel samt Untertitel gehabt. Und weil diese Buchproduktion ja mit Publikumsbeteiligung funktioniert, konntet ihr schon vor Beginn des Crowdfundings aktiv werden.

Nach 24 Stunden habe ich die Umfrage nun geschlossen und das ist das Ergebnis!

UnbenanntAußerdem haben sich viele von euch die Mühe gemacht und mir sogar ausführliche Kommentare geschrieben, die ich hier auswerten möchte:

PRO „DRUCKSTAUEFFEKT“

  • auch wenn man nicht weiß, was es ist, fallen einem von Sex bis zu gesellschaftlicher Druck viele passende Interpretationen ein
  • es ist ein BÄM!-Wort (wie mein Verleger so schön sagte)
  • perfekt, sehr speziell, ganz großes Kino
  • man kann mit der Erklärung spielen (was ich auch vorhabe)

CONTRA „DRUCKSTAUEFFEKT“

  • keiner weiß, was das ist – es sei denn, er ist Tontechniker
  • unbekannte Worte sind schwer zu merken
  • es wirkt gewollt, zieht nicht – etwas mehr Emotion könnte besser sein
  • klingt nach Lohas – was aber nicht per se schlecht sein muss

PRO/CONTRA UNTERTITEL

  • Druckstaueffekt braucht eine Erklärung vs. Erklärungen zerstören das BÄM!
  • Berlin als In-Stadt zieht vs. Berlin als In-Stadt ist abgenudelt
  • „Soundtrack: Berlin“ klingt nach Neon-Leser vs. die Neon-Leser sollen das bitte auch  kaufen (auch= nicht nur sie, wenn’s geht)
  • „Soundtrack: Berlin“ wurde als Untertitel von versammelter Ex-Kollegen-Buchhändlerrunde für gut befunen
  • „Soundtrack: Berlin“ passt du mir als Musikmensch, aber nicht zwingend zum Buch
  • „Berliner Verhältnisse“ ist so schön doppeldeutig vs. irgendwie zu undifferenziert

PRO/CONTRA OTHERS

  • ich sollte den Druckstaueffekt nicht nur deswegen nehmen, weil ich das Wort liebe vs. es passt zum Inhalt
  • unbedingt was Englisches vs. auf keinen Fall was Englisches

FRAGEN UND ANREGUNGEN

  • gibt es passende Zeilen aus dem Manuskript? Noch habe ich nichts gefunden, „ja-nein-vielleicht“ erscheint zuwenig.
  • den „Druckstaueffekt“ umdrehen, zerteilen, verteilen, mit einem ganzen Satz kombinieren?
  • wo stelle ich mich hin: vor, neben, hinter das Buch?
  • wer ist meine Zielgruppe? Jung, weiblich, ledig sucht… könnte ich jetzt sagen. Das grenzt es zu sehr ein, aber trifft den Kern (die Peripherie gibt es hoffentlich aber auch noch).

… und was das kleine Buch der Antworten zu all dem sagt:

  • Ist „Druckstaueffekt“ der richtige Titel? Antwort: „Vergiss nicht, deinen Spaß zu haben.“ Und den habe ich an all den Interpretationen tatsächlich. Sorgen macht mir die Merkbarkeit.
  • Braucht es einen Untertitel? Antwort: „Hör genau hin, dann wirst du es wissen.“ Na, vielen Dank auch. Ich geh dann mal in die Sonne, lasse mir all eure Ideen und EInfälle durch den Kopf gehen und höre genau hin…

 

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103 Gedanken zu “Die große Umfrage: Wie soll mein Roman heißen?

  1. Candy Bukowski schreibt:

    Ich weiß noch nicht. ich habe bisher keine zündende Idee. Aber was ich Dir sagen kann, ist, dass mich „Druckstaueffekt“ von Anfang an nicht gezogen hat. Das ist ja oft das Kreuz, dass man sich selbst als Autor etwas Geniales zusammenbastelt, was u.U. nur bei wenigen ankommt. Der Mensch greift nach Emotion. Die könnte in diesem Fall auch gut und gerne rotzig sein. Muss nicht blumig. Aber Druckstaueffekt ist sachlich, technisch, männlich. Bücher kaufen Frauen, Du weißt es. Du kennst den Buchmarkt.
    Berliner Verhältnisse? Vielleicht. Vielleicht aber auch zu nichtssagend. Du haust da ja rein, du wandelst nicht küssend durchs Berliner Tor. Gibt es nicht einen Hammersatz im Manuskript? Eine Formulierung, die treffen würde? In diese Richtung würde ich denken.
    Konstruktiv freundschaftlich, Candy

    • stefanini schreibt:

      Ehrlich gesagt, gebe ich Candy in allen Punkten Recht. Druckstaueffekt – Hat das was mit Autos zu tun?
      Generell finde ich es schön, dass du deine Heimatstadt schon in den Titel nehmen willst – andererseits ist vieles, was mit Berlin zu tun hat, leider auch schon recht abgenutzt, weil es einfach die In-Stadt ist. Wenn, dann würde ich mit irgendeinem typischen Berliner Begriff spielen.
      Aber inhaltlich weiß ich zu wenig über dein Buch, als dass ich dir einen Titel vorschlagen mag.

      • rocknroulette schreibt:

        nein, mit musik hat es zu tun (und musik hab ich im gegensatz zu autos reichlich im roman) – es beschreibt das, was man bei extrem lauter, basslastiger im brustkorb fühlt.
        berlin ist nicht meine heimatstadt („nur“ wahlheimat), aber die geschichte spielt sehr deutlich dort… und du hast völlig recht, als in-stadt ist es zum einen überstrapaziert und zieht zum anderen trotzdem deswegen immer noch.
        der berliner begriff wäre schön (ich liebe diesen dialekt ja wie einen anderen), aber weder ich, noch meine figur berlinert…
        trotzdem: kritik am draustaueffekt ist trotzdem angekommen. dieses wort spaltet die meinungen wirklich 😀 sehr interessant!

  2. Mrs.McH schreibt:

    Hui, so eine richtige „Auswahl“ ist das ja nicht, sondern schon relativ festgelegt und richtungsweisend auf das Ergebnis. Was war denn der Arbeitstitel? Was fällt dir als erstes ein, wenn du an dein Buch denkst? Gerne auch wenn es mehr als ein Wort ist. Das mit dem Deutsch/Englisch mag ich ja selbst sehr gerne, ist aber durchaus ein schmaler Grat.

    • rocknroulette schreibt:

      der arbeitstitel war bisher nur „druckstaueffekt“, aber ich hätte gern noch was berlinerisches dazu.
      für vorschläge abseits der schon eingetretenen spur gibt es das OTHERS-feld, da freu ich mich auf komplett andere ideen 🙂

      • Mrs.McH schreibt:

        Berlin im Titel ist dir wichtig, oder? Ich verstehe das total vor dem Hintergrund, deinem persönlichen und dem Inhalt entsprechend logisch. Aber besteht nicht die Gefahr, dass man damit direkt auf eine Weise aussortiert? Das Wort „Großstadt“ empfinde ich als weniger lenkend. Ich bin jetzt nur bei diesem „ersten Gefühl“ was man beim Lesen eines Titels hat. Wie lange ist eigentlich Zeit?

      • rocknroulette schreibt:

        maximal eine woche, eher drei tage (NACHTRAG: verlag sagt her damit :D).
        berlin ist lenkend, das ist wohl wahr – aber diese lenkung würde ich bewusst in kauf nehmen, denn „großstadt“ wäre mir wieder zu allgemein 😀
        was mich beruhigt: dass die titelfrage offenbar wirklich eine frage ist.

      • Mrs.McH schreibt:

        Auf jeden Fall! Es ist das Gesicht des Buches! DER Eindruck, der Assoziationen in Gang setzt. Wenn du eine breite Masse erreichen willst, muss der gut überlegt sein, finde ich. „Never judge a book by its cover“ klingt schön, ist aber nur menschlich es trotzdem zu tun (ist so schön einfach) und dieses „dahinter gucken“ nicht jedem gegeben und nicht von jedem gewollt. Wen oder was willst du bedienen? Stellst du dich hinter dein Baby, davor, oder daneben. Dieses „bewusst in kauf nehmen“ macht dich mir sympathisch, ich neige auch zu dieser eher trotzigen Einstellung 😉

        Also bei mir rattert es, ich melde mich dann wieder!

      • rocknroulette schreibt:

        vielen dank 🙂
        und natürlich zählt der erste eindruck, wer was anderes sagt, muss schon ein extrem großer menschen… ähm, buchfreund sein.

      • Mrs.McH schreibt:

        Ich will da oben unter Others nix reinschreiben, solange ich nicht ganz überzeugt bin. Wenn es recht ist, schmeiße ich dir hier die Fetzen rein, die mich hier und da heimsuchen 🙂 Kannste dann weiterdenken. Vieles wird bescheuert klingen, aber manchmal führt es auf gute Wege.

        T: Berlinroulette oder Berliner Roulette
        UT: Ein echtes Märchen?

        T: Spiel mir ein Lied, Berlin oder Mein Lied Berlin

        T: Märchen Berlin

      • Mrs.McH schreibt:

        Druckstaueffekt
        Ich gewöhne mich an das Wort, insbesondere nachdem ich las, was es bedeutet. Hach, sowas liebe ich ja! Es ist aber schon sehr speziell und wenn du es am Ende verwenden solltest, fände ich es sehr gut, wenn du das was beispielsweise bei Wiki dazu steht (einen Satz), vor die Geschichte stellst, oder im Klappentext als erstes aufgreifst. So alleinestehend finde ich das Wort zu „gefährlich“, weil es, das gewünschte Verstehen, das Nachdenken darüber nicht selbstverständlich ist. Puuu, mir ist heiß, ich weiß nicht, ob das rüberkommt, was ich meine.

      • rocknroulette schreibt:

        doch, doch! ich mag dein „Berliner Roulette“ so sehr, dass ich es als neue Option hinzugefügt hab (es korrespondiert so schön).
        Und den Wiki-Satz habe ich mir in mehrerlei Hinsicht schon dazuüberlegt.

      • Mrs.McH schreibt:

        T: Druckstauseffekt
        UT: Es war einmal… in Berlin

        T: Berliner Roulette
        UT: Berlin. Und wenn sie/wir nicht gestorben sind…
        UT: Berlin. Und wenn ich nicht gestorben sind…

      • rocknroulette schreibt:

        wow, das wetter scheint dein gehirn aber ordentlich zu befeuern o.O
        ich schreibe mit, kommt alles auf die ideenliste, wer weiß, wo das noch hinführt!

      • Mrs.McH schreibt:

        Von deinem Expose aus komme ich noch auf folgendes:

        Ja-Nein-Vielleicht-Berlin
        oder
        Ja-Nein-Berlin
        oder
        Ja-Nein-Vieleck / Ja-Nein-Vieleck Berlin

      • kaetheknobloch schreibt:

        Wäre es nicht zu offensichtlich, wäre „Berliner Rock’nRoulette“ natürlich ein Hammertitel.
        Berliner Rock’nRoulette. Mit Druckstaueffekt.
        Nee, doch nicht. Zuviel ttttt. Trotzdem, rumspinnen fetzt!

      • rocknroulette schreibt:

        vor allem bei so einem wundervollen luxusproblem! großartig ist das rumspinnen dabei. mit ttt und mittt ohne.

        „Rock’n’Roulette“ hat natürlcih was, vor allem, weil man sich damit auf die sexuell konnotierte urbedeutung des rock’n’roll bezieht…

      • kaetheknobloch schreibt:

        Der Herr SalvaVenia hatte ebendst auch einen wundervollen Vorschlag aus einer ganz anderen Richtung… da gefällt sogar der Englischanteil.

  3. kaetheknobloch schreibt:

    Als mir Druckstaueffekt das erste Mal in die Pupille sprang, war ich sofort auf Habachtstellung. Mußichlesendenkend. Allerdings kitzeln Satztitel natürlich immer, man denke an den Hundertjährigen oder die Choleraliebe. Soundtrack: Berlin ist nur für Neon-Leser und Berliner Verhältnisse, weiß nicht, das klingt dann nur nach Clärchens Ballhaus. Berlin Affairs geht gar nicht für mich, da blinkt ein dösiges RTLZwo-Logo auf. Soweit meine Laienmeinung, Vielleicht hat ja jemand noch einen Knaller in peto oder Sie finden wirklich noch einen Hammersatz im Buch. Ich freue mich auf jeden Fall mit und grüße herzlich zugetan, Ihre Frau Knobloch.

  4. Frieda schreibt:

    Ich finde da gehört nix englisches in den Titel. „Berliner Verhältnisse“ finde ich gut, weil das so schön doppeldeutig ist. Verhältnis = Affaire, Verhältnis = Zustand. Ersteres passt sowieso aber letzteres passt eben auch unheimlich gut, weil da einfach so richtig richtig typisch Berliner Leben festgehalten wird. Nur das Wort Affaire wäre mir deshalb zu platt und würde dem Inhalt nicht gerecht. Ist ja kein Erotisches Buch in dem Sinne.
    „Soundtrack: Berlin“ passt zwar gut zu dir aber nicht zwingend zum Buch (obwohl es natürlich den Druckstaueffekt wieder schön aufgreifen würde… hach!).
    „Druckstaueffekt“ ist für mich einfach gesetzt, da komm ik jetzt nach all den Jahren nicht mehr von runter 🙂
    Ansonsten hab ich immer sowas wie „die geister die ich rief“ im Kopf, aber das ist dann auch wieder Quatsch…

    • rocknroulette schreibt:

      ich rödele auch auf „von einer, die auszog, berlin das xyz zu lehren“ rum, weil ich aus dem märchen viel genommen habe – aber das xyz ist mir noch nicht ganz klar o.O
      nichts englisches: ich nicke.

  5. Ben Froehlich schreibt:

    Also wenn Druckstaueffekt definitiv drin sein soll, dann würde ich keinen Untertitel dazupacken, weil das Wort sonst untergeht. Man kann sofort etwas damit verbinden, aber da man das Wort nicht kennt, denkt man nur darüber nach, wenn man danach nicht sofort weiter mit anderen Worten bedient wird. So geht es mir zumindest.

  6. Augenfalter schreibt:

    Mir fiel gerade Wort-Sinn-drehend zu: „Im Druckstau. Berliner Effekte“…

    Viel Freude und inspirationen bei der Titelwahl wünsche ich Dir. Auf Deine Entscheidung bin ich gespannt!

  7. SalvaVenia schreibt:

    Ein Druckstaueffekt tritt auf, wenn Schall an einem Hindernis reflektiert wird und sich mit der eigenen Reflexion überlagert. (Wikipedia)

    Vorausgesetzt, man weiß, was es bedeutet, kann man mit einem solchen Wort natürlich spielen. Stünde ich im Laden vor einem solchen Titel, gehe ich mal davon aus, daß praktisch niemand etwas mit dem Begriff anfangen kann. Oder es ist jemand aus genau diesem technischen Bereich und kauft das Buch, weil er vielleicht denkt, daß das gerade genau das coole Handbuch zu dem Thema ist, was er schon immer vermißt hat …

    Ergo würde ich präferieren, diesem Begriff ein paar andere Buchstaben zur Seite zu stellen, je nach gewünschtem Effekt halt.

    Wenn der Titel beide Geschlechter ansprechen soll, bietet die Mischung aus Deutsch und Englisch eine gute Balance, gerade auch, wenn man damit ein wenig Witzigkeit andeuten kann.

    Wünsche dann mal viel Erfolg!

    Ach ja, mein spontaner Vorschlag hieße: Berlin Call’s It Druckstaueffekt.

    • rocknroulette schreibt:

      am ende ist es wohl eher ein frauenbuch, wobei ich damit weder „schokolade zum frühstück“; noch sonst ein hihi-mädchen-ding meine.

      und der buchhändler in mir sagt: wer in der belletristik nach fachbüchern sucht (und umgekehrt), der gehört seiner gerechten strafe zugeführt, muhahahaha 😀

      aber da du schon die zweite bist, die darauf hinweist: es ist offenbar nötig, den leser bei diesem begriff nicht nur seiner fantasie zu überlassen (obwohl da die dollsten und zum teil auch passende sachen rauskommen), sondern auch eine tatsächliche definition zu geben. das kommt auf die liste.

  8. MAX PAHL schreibt:

    Hi! Ohne das Buch zu kennen, würde ich spontan auch sagen: Denk noch mal nach! Etwas anderes mit „Roulette“ vielleicht. Würde „Druckstaueffekt“ vergessen (zu gewollt) und auch „Berlin“ nicht in den Untertitel nehmen. Vielleicht wirklich etwas längeres. „Blabla Roulette. Mehr geht immer!“ (wegen Roulette – „rien ne va plus / nichts geht mehr“) Sorry, nicht wirklich hilfreich, oder?

  9. JDC schreibt:

    You know that I like to give you my mind about things; about your book and your writing, for instance.
    And I know how much you hate it, when I keep talking about things, that you’re mind is already made up about. Which in turn annoys me.

    But we’ve been through this, remember? This very discussion, about the title. You insisted on the primary title, toying with a secondary, the complementary line. Is this open for change, now?

    If so, here are my thoughts:

    a) Mentioning Berlin on the cover? – it is not neccessary. The reader will learn where the story takes place, as he works through the story.

    b) „Druckstaueffekt“ – I know how much in love you are with this one word. And yes, it is fitting. But how often does it actually come up in the text itself. Is it really THAT useful, when you have to give at least one definition for others to comprehend it – implying that there are several meanings to it? A reader that gets the chance to discover the ambiguity for her-/himself will be more satisfied with her/his own ability to think – and will credit YOUR clever writing for stimulating her/his brain. Yes, it MAY work – but as Candy wrote (and I’ve said it before): The word itself is not necessarily attracting positive attention! Don’t cling to this word, just because you’re in love with it. Keep it in there, if you absolutely must, but don’t beat your potential readers with it, until they finally get it.

    c) How flexible are you? Could you live with it, if „Druckstaueffekt“ was only part of the complementary title? Then move it there!

    My title suggestion to you (leaving out „Berlin“, moving the Druckstaueffekt to the complementary, and also risking being understood as a linguist freak and wordplayer):

    Verhältniswörter
    – Druckstaueffekte und andere zwischenmenschliche Großstadtphänomene –

      • JDC schreibt:

        Nachtrag:

        „Druckstaueffekt“

        Nur das Wort (keine Untertitel oder sonstwas) könnte ich mir vorstellen, WENN…

        … das Cover es rausreisst! Kombination Schrift + Bild/Grafik WÄRE hier die Möglichkeit für einen Volltreffer!

        Das Wort ohne alles auf nem leeren oder einfarbigen Cover = nope.

        Aber stell dir das Wort vor, wie es auf dem Cover Platz findet, ganz allein, keine weiteren Buchstaben (ausser deinem Namen) … und im Hintergrund die Silhouette einer Frau auf nem einfarbigen, warmen (orange?) Hintergrund, gern kantig, leicht stilisiert, nichts Weiches oder Rundes, eher ne dicke weisse Umrandung einer dunkleren Fläche in Form einer Frau, den Kopf seitlich im Profil, keine weiteren Merkmale… und mitten in dieser Figur als einziges Merkmal, das sich von der Gestalt abhebt: das Herz.

        (Variation: Das Herz und das Hirn, beide gern in einem weißen Kreis an der entsprechenden Stelle)

        Das BILD erzählt das, was der Untertitel NICHT sagt (weil es ihn nicht gibt?)

        Vielleicht (so es dich glücklich macht) noch die Silhouette von Berlin, ein paar markante Gebäude als Schattenriss, Fernsehturm usw. rechts und links im Hintergrund, vor dem orangefarbenen Himmel.

        Wenn das Bild es sagt, dann brauchst du keine weiteren Worte.

        DANN genügt er, dein geblieber DRUCKSTAUEFFEKT.
        🙂

  10. lilasumpf schreibt:

    Ich weiß, dass ich zu spät bin, aber ich hätte für Berliner Roulette gestimmt. Auch wenn ich den Druckstaueffekt liebe – jetzt wo ich von Dir gelernt habe, dass es das ist,was mich in Konzerten nach Luft schnappen lässt, weil der Brustkorb eng wird und das Herz pumpert… Bevor ich das wusste, dachte ich absolut nur an die Enge in der Hose eines Mannes in Dauererregung (Sorry, Dirty Mind *g*) … Ich denke, dass Du Dir die Frage stellen musst, ob es okay für Dich ist, wenn jeder Deinen Titel anders interpretiert und ob Du den dann gerne erklären möchtest … ? 🙂
    Ich mag beide Titel und bin gespannt, was es nun wird ;>

    • rocknroulette schreibt:

      in der tat liebe ich es sehr, wenn meine geschichten oder titel von anderen interpretiert werden! das ist mit eine der besten sachen für mich… es gibt autoren, die wollen ihr geschriebenes auf eine ganz bestimmte art gelesen wissen, aber ich sehe das ein bisschen anders.
      ich finde, was den leser zu eigenen gedanken bringt, das hat sein gutes – was auch immer diese gedanken sein mögen. es sei denn, ihm entgeht dabei ein ganz besonderer knackpunkt, auf den ich beim schreiben extrem wert gelegt, aber offenbar so schlecht umgesetzt habe, dass er übersehen wurde. dann muss ich definitiv noch mal ran 🙂
      dirty mind ist also völlig okay (zumal es auch eben irgendwie passt)!

  11. fatimaxberg schreibt:

    Offenbar ist „Druckstaueffekt“ ja ganz beliebt, die meisten stören sich wohl nur an dem unbekannten/sperrigen Wort.
    Vom Design kommend würde ich vorschlagen:

    Druck. Stau. Effekt.

    oder:

    DRUCK
    STAU
    EFFEKT

    Das wirkt dann schon eleganter…

  12. Mrs.McH schreibt:

    Mir lässt das ja keine Ruhe 🙂
    Soundtrack: Warum eigentlich nicht „Soundcheck“? Soundckeck Berlin. Soundeffekt. Fast Forward. Du weißt, ich spinne nur rum 😉

  13. guinness44 schreibt:

    Ich weiß, dass ich etwas spät dran bin, aber das hat den Vorteil, dass man die Kommentare lesen kann. Ich bin auch für „Berliner Roulette“. Das klingt nach Russenmafia, Glamour, Schmutz, durchzechte Nächte, etc. Druckstaueffekt klingt wie der Untertitel zu American Pie V oder Eis am Stiel XXIV.

    Die Auswahl eines Kindernamens ist ja richtig einfach verglichen mit einem Buchtitel. Das Kind muss man zum Glück nicht verkaufen. 🙂

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