Begleitmusik: Januar.

AC/DC „For Those About To Rock (We Salute You)“ (1981)

Neulich habe ich einen alten Laptop aufgeräumt und etliches an „alter“ Musik ausgegraben. Darunter die MP3s von „Black Ice“ und eine Art Best-of-Compilation. Der Soundtrack zu den Erinnerungen an meine Stammdisco (ja, Disco, nicht Club) und viele durchgetanzte Nächte in Hannover, quasi. Auf mein erstes AC/DC-Konzert musste ich jahrelang warten und am Ende habe ich 300 Euro für das teuerste Ticket meines Lebens gezahlt. Egal! … als Brian Johnson drei Meter vor mir „Wee-hee-heeee saluuuute you“ kreischte, während die Kanonenschläge dröhnten und mir die anstürmende Menge die Luft aus den Lungen presste, hatte sich jeder Cent davon gelohnt.
Hallo, 2014. Ich kann nur für dich hoffen, dass du genau so rockst.

Circus Rhapsody „Pacific Playland“ (2013)

Ich kann es nicht anders sagen: Circus Rhapsody erinnern mich an die jungen FabFour. Die Berliner Beatles des Horrorpunk sind nämlich nicht nur begabt, sie sprühen auch vor Energie und Spiel-Begeisterung. Ihr Debüt kann sich mit seiner Vielseitigkeit wahrlich hören lassen. Denn dieses Trio hat noch viel mehr im Programm als den mehrstimmigen Gesang und die rasanten Tempowechsel, welche mir die Star-Club-Verknüpfung nahegelegt haben.

Als ich dieses Album vom DYNAMITE-Chefredakteur mit dem Kommentar „Die kommen aus deiner Ecke“ zugeteilt bekam, war ich ab dem ersten Akkord komplett geflasht von dieser durchgedreht-tanzbaren Mischung aus Punk. Ich tanz‘ nicht oft durchs Wohnzimmer beim Rezensieren, aber „Last Day On Earth“  hab ich gleich mehrmals hintereinander durchspringen müssen. Die drei Berliner kombinieren einen Anarcho-Stilmix aus Metal mit SOAD- und Disturbed-Anklängen, Sailor-Akkordeon und Gypsy-Power; live garnieren sie das Ganze passend mit quieksüß-selbstgemachter Zuckerwatte und brennend scharfem Mexikaner.

„Pacific Playland“ ist das erste Album der auch gern mal barfüßig und hosenlos auftretenden, aber umso liebenswerteren Chaoten Michi (Bass/Lead Vocals), Eric (Drums) und Mahaze (Guitar). Im Studio haben sie gerade mal vier Monate für die Aufnahmen gebraucht: Ich werde demnächst per Interview herausfinden, wie diese Drei in ihrem zarten Alter technisch und stilistisch zu solch ausgefeilt großartiger Musik kommen – bis dahin höre ich das Album rauf und runter, und kann genau das auch nur jedem empfehlen, der hopsend & blutspritzend den Winter-Zombies entfliehen will.

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2 Gedanken zu “Begleitmusik: Januar.

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