Fragen Sie Ihre Ärzte oder Apotheker.

Gerockt, nicht geschüttelt #9: Zwischenmenschliche Beziehungen sind nicht immer einfach. Aber ob Streit oder Liebeserklärung, manchmal sagen Blumen mehr als tausend Worte. Ach was, Blumen? Musik sagt’s noch besser!

(c) Farina Gerhardt

(c) Farina Gerhardt

Anstatt rumzustottern oder nächtelang federkauend nach den richtigen Formulierungen zu suchen, braucht man eigentlich nur eins: eine allumfassende Ärzte-Sammlung. Die Drei auuus Berlin liefern Damit für jede Situation die passenden Lyrics.

Starten wir am Anfang: Wo beginnt so eine Zwischenmenschlichkeit meistens? Genau, in der Disco. „Ist das dein Arsch oder meiner?“ ist ein durchaus angemessener Anmachspruch – man sollte nur tunlichst den Urlaub’schen Zusatz „… der sich so unrhythmisch bewegt“ weglassen. Damit wäre die erste Hürde genommen – es folgt das erste Date.

Keine Bange, die Ärzte haben auch hier das passende Rezept auf Lager: Spazierengehen, Essen bei Kerzenschein, Romantik und Wein, so sollte es sein. Scherzen, Lachen und erprobter Charme, allerdings Hände weg von den Bananen, verehrte Damen, es sei denn, der nächste Schritt soll die Entfachung profaner Gefühle sein.

Wenn sich das Ganze allerdings tiefergehend entwickelt, dem ersten Date ein zweites-drittes-viertes folgt, dann stellt sich langsam eine ganz andere Frage. Kurz gesagt: „Wie es geht“. Man weiß selber nicht, was los ist, denn die Knie werden weich. Im Film sieht es so einfach aus, doch selbst wird man kreidebleich. Man weiß nicht, was man sagen soll, oh Gott, jetzt geht der andere gleich… An dieser Stelle ein Hoch auf den tragbaren Ghettoblaster oder das Smartphone, denn mithilfe des zitierten Songs dürften wohl schon Beziehungen im vierstelligen Bereich begründet worden sein.

Und danach wird es richtig schön: „Weil er mich liebt, schenkt er mir Rosen/ und ich glaube, er wird immer bei mir sein“, der Himmel hängt voller Geigen, schalalahooh… oder man erkennt doch noch, dass der andere vielleicht nur an dem Einen interessiert und damit nicht die glücklichste Wahl war: Skandiert der potentielle Partner ein nachdrückliches „Die Welt ist mir egal, wenn du dich auf mich setzt/ Auf mich setzt, auf mich setzt, sitz!“ dann ist das nicht nur ungebührlicher Befehlston, sondern der ganze Mensch als Partner wohlmöglich eher ungeeignet. Nun ja, Männer sind Schweine. Und Autos, nur ohne Reserverad.

Letzter Prüfstand Musikgeschmack: Wenn unterm besternten Himmel Mexikos nicht nur die Beatsteaks gerockt haben, sondern auch sonst alles passt – herzlichen Glückwunsch! Die glückliche Beziehung muss man dann allerdings alleine führen, denn da haben die Ärzte nichts auf Lager.

Aber mitten im Streit um fippselige Kackkleinigkeiten einfach mal fragen: „Ist das noch Punkrock?“ und gleich mit „Ich glaube nicht!“ antworten, garantiert mit Sicherheit fliegende Teller und eine schmissige Versöhnung. Und das hat dann schon wieder einen respektablen Coolnessfaktor – auch wenn euer Lieblingslied in den Charts ist.

Den schmerzvoll-schönen Abschiedslieder von Farin Urlaub widme ich dann vielleicht lieber ein andermal eine eigene Rubrik.

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