Nik Hill von Nations Afire im Interview.

Das Line-Up dieser Band liest sich eigentlich wie das Guiness-Buch der jungen Krachmacher: Nik Hill, Ignite. Chris Chasse, Ex-Gitarrist von Rise Against. Brett Rasmussen, Bassist bei Ignite. Todd Hennig, Ex-Drummer der Death By Stereo. Was passiert, wenn die SchnellenLautenHarten sich zusammentun? Dieser und weiteren Fragen stellt sich Sänger Nik Hill im Interview.

Woher kennt ihr euch eigentlich? Erinnerst du dich noch?

Nik Hill: Wir kennen uns alle schon von unseren alten Bands – Todd von Death by Stereo und Chris von Rise Against und Reach the Sky. Wir waren zusammen auf Tour und haben gegenseitig immer große Stücke aufeinander gehalten. Diese Jungs gehören da draußen zu den Besten, mit denen man so Musik machen kann.

Was mögt ihr aneinander? Gibt es etwas, was ihr immer bewundert habt?

Nik Hill: Jeder hatte in seiner jeweiligen Band einen sehr starken Arbeitsethos, den Willen, auch schwere Entscheidungen zu treffen. Ich mag die Rollen sehr, die wir alle beim Zustandekommen dieses Projekts gespielt haben. Es wäre leicht, dieses Glück für selbstverständlich zu nehmen, aber nur wenn man genau weiß, wo man hinwill, kann man auch seinen Zielen treu bleiben.

Wer hatte die Idee, Nations Afire zu gründen?

Nik Hill: Die Sterne standen zur richtigen Zeit wohl einfach günstig, dass wir dieses Projekt zusammen starten konnten. Aber tatsächlichen hatten Chris und Brett schon eine Weile die Idee dazu gehabt, und der Rest von uns kam dann dazu, um die Löcher zu stopfen.

Woher kommt der Bandname?

Nik Hill: Der Name kommt daher, dass wir eine gute Beschreibung für unsere Band finden mussten. „Nations“ erinnert daran, woher wir kommen, unsere Heimatstädte und die Orte, die wir auf Reisen besucht haben. Eine Sache, die uns immer beschäftigt hat, ist der dringende Wunsch der Menschen danach, mehr zu sein als sie tatsächlich sind, als wir sind. Die Grenzen, die uns einengen, sind die unserer Herkunft, unserer Nationen, und dann brennt man dafür, gehört zu werden, individuell zu sein und das ist der “Afire”-Aspekt des Namens. Das ist sozusagen unser ‚badge of honor’ und wir tragen es mit Stolz.

Wo ist der Unterschied zwischen Nations Afire und euren bisherigen Bands?

Nik Hill: Es ist eine ganz neue Band und fühlt sich deswegen ein bisschen nach Freiheit an, musikalisch gesehen. Man kann tiefer in verschiedene Sound-Spielarten der jeweiligen anderen Bands einsteigen und auch neue Wege finden, unseren aggressiven und eindringlichen Stil auszudrücken. Wir bleiben dem treu, was wir immer an Musik geliebt haben, und das dürfte auch den Fans unserer anderen Bands gefallen.

Was ist Nations Afire, was eure anderen Bands nicht waren bzw. sind?

Nik Hill: Nations Afire ist in einem neuen Kontext die Summe aus dem Besten, was wir alle als einzelne Songwriter und Musiker zu bieten haben. Ich übernehme dabei zum ersten Mal offiziell die Rolle als Frontman und Leadsänger, das allein macht es zu einer ganz neuen Erfahrung für uns alle.

Gibt es etwas Besonderes, das ihr mit Nations Afire vorhabt, was sonst nicht möglich gewesen wäre?

Nik Hill: Das bleibt abzuwarten, aber ich bin gespannt, was die Zukunft bringt – das sind wir alle!

Rise Against hat sich viel mit sozialkritischen Texten auseinandergesetzt, genauso wie Ignite. Was ist das Ziel von Nations Afire and kritischen Lyrics wie etwa in ‚The Ghost We Will Become‘?

Nik Hill: Ich will, dass jeder, der uns zuhört, weiß, dass er in uns eine Stimme hat. Die Worte ergeben sich direkt aus unserer Stellung innerhalb des sozialen und politischen Lebens: Wir haben die Schnauze voll von allem, wir sind fehlerhaft, was Beziehungen angeht, aber wir hoffen, dass sich etwas ändert und außerdem sind wir stärker als wir denken. Wenn wir erst mal feststellen, dass wir zusammen was bewirken können, können wir auch wieder mitfühlen. Das gibt mir Hoffnung.

Chris sagt, dass er ,The Ghosts We Will Become‘ allein mit der richtigen Gitarre in der Hand geschrieben hat. Wie schreibt ihr anderen eure Songs? Woher kommen die Ideen?

Nik Hill: Es ist seltsam, wenn man versucht, das zu erklären. Für mich kann ich sagen, dass ich mich ein Stück Musik inspirieren kann, ob von mir selbst oder von einem anderen aus der Band. Die Story kommt dann von allein, während ich die Worte dazu aufschreibe. Es dreht sich meistens um persönliche Erfahrungen, aber die lässt sich auch auf Allgemeines beziehen.

Last, but not least: Wenn du noch „One Perfect Day“ vor dir hättest, was würdest du tun?

Nik Hill: Oh wow, ehrlich gesagt plane ich 22 perfekte Tage, wenn Nations Afire diesen Sommer auf Tour gehen. Damit haben sich alle meine Träume bereits erfüllt!

Das klingt doch gut. Vielen Dank für das Gespräch und viele perfekte Tage auf Tour!

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