Beef Bonanza von The Bones im Interview.

Fünf Jahre nach der letzten Scheibe ist „Monkeys With Guns“ erschienen. Im Tracktitle-Interview gibt Beef Bonanza, seines Zeichens Sänger und Gitarrist von The Bones, Auskunft über das neue Album, die Songschreiberei, den Wert des Mittelfingers und sein Frauenbild.

“Bones City Rollers” – Welche Stadt magst du am liebsten? Für Auftritte, für Aufnahmen oder als Zuhause?

Beef: Wir haben schon in Hunderten von Städten auf der ganzen Welt gespielt und in den meisten hatten wir eine Menge Spaß. Berlin, Prag, New York, Moskau – aber gerade kleinere Städte sind toll. Die Studioaufnahmen machen wir meist in unserer Heimat, das passt uns am besten. Und wenn wir Spaß wollen, dann haben wir ihn, wo auch immer.

“Shooting Blanks” – Erzähle eine Geschichte über euer Songwriting.

Beef: Man kommt im Studio zusammen, einer hat ein Riff oder ein paar Akkorde oder eine Textzeile oder einen Drumbeat. Dann nehmen wir das und jeder packt seine Ideen dazu und wir arbeiten das im typischen Bones-Style aus. Manchmal hat jemand eine Idee für einen kompletten Song und dann rupfen wir die zusammen auseinander. So arbeiten wir: Wir sitzen nicht herum und analysieren das Zeug, wir hauen es einfach raus. Wenn es gut klingt, machen wir ein Demoband, ansonsten heben wir es fürs nächste Mal auf.

“Concrete Cowboys” – Andi trägt ja gern einen Cowboyhut auf der Bühne. Stellt ihr euch The Bones gern als eine Art Lonesome Rider vor?

Beef: Er trägt das Ding auch, wenn er schläft und sogar unter der Dusche. Er ist ein Concrete Cowboy! Aber wir machen uns kein Bild von uns als irgendwas – wir sind es einfach. Und wir sind ganz schön einsam zusammen… oh, so klingt das richtig poetisch. (lacht)

“Smile of the Cobra” – Seid ihr nach der letzten Aufnahme von “Monkeys With Guns” lächelnd aus dem Studio gegangen?

Beef: Ich glaube, wir haben auch gelächelt, als wir ins Studio reingingen. Wir hatten eine gute Zeit bei den Aufnahmen, viel gelacht, eine Menge Chaos und eine gute Portion Rock’n’Roll. Wir sind kein Haufen trauriger, depressiver Motherfucker, wir machen das, was wir tun, einfach gern.

“State of Rock’n’Roll” – Ein Statement, wie Rock’n’Roll sein sollte und was er für dich bedeutet.

Beef: Es dreht sich alles darum, auf die ein oder andere Art den Mittelfinger zu zeigen. Es ist keine bescheuerte Maske oder so was, es ist eine Lebenseinstellung!

“Dead Heart Beats” – Manche Musiker schreiben ihre besten Songs mit gebrochenem Herzen. Wie ist das bei euch?

Beef: Ja, manche machen das vielleicht. Ich bin nicht sicher, ob unsere Herzen überhaupt gebrochen werden können. Aber wir machen trotzdem gute Musik. (lacht) Das Leben muss nicht härter sein, als es schon ist.

“Cemetery Sue” – Ihr singt oft über hirnlose Surferbabes, wie ist eigentlich eure Haltung zu Frauen?

Beef: Oft? Du spielst auf eine Zeile aus “Little Surfin´Demonbabe” aus dem Album ”Screwed, blued and tattooed” an, aber der Song dreht sich nur um einen Film aus den 60ern. Unsere Einstellung gegenüber Frauen hat nichts damit zu tun, frag Cemetery Sue….oder Wendy…oder Barbie…oder Mary Lou…

“Die Like a Man” – Lebe wie ein…?

Beef: … sexy Beast of Mayhem.

“Burnout Boulevard” – Was ist deine Energiequelle?

Beef: Das Leben selbst, denke ich. Es passieren so schräge Dinge die ganze Zeit, also denk nicht mal dran aufzugeben, drück das Gaspedal voll durch und hab Spaß!

“Wendy” – In der Geschichte von ‚Peter Pan‘ ist Wendy diejenige, die sich um Peter kümmert, weil der nicht erwachsen werden will. Wie ist es mit eurer Wendy?

Beef: In unserer Geschichte ist Wendy die Schlächterin, das Butcher Baby – vielleicht eher eine Art Captain Hook in Frauenkleidern.

“One Louder” – Andi bezeichnete “Monkeys With Guns” als ‚a new pair of jeans, that fits like the old ones‘. Wie würdest du es im Vergleich zu den anderen Alben bezeichnen?

Beef: Es ist so, wie Andi sagt, denn es ist ein absolutes Bones-Album. Kick-ass Punk’n’Roll mit Mitsingcharakter. Es wäre schlimmer, wäre es wie ‚an old pair of jeans that fits like new ones‘.

“Straight to Crashville” – Ist etwas Unvorhergesehenes während der Aufnahmen passiert und wie seid ihr damit umgegangen?

Beef: Uns passieren immer schräge Sachen, daran sind wir gewöhnt. Vielmehr ist das Unerwartete der Normalfall, es ist nur eine Frage des Wann und Wo. Es gibt immer einen ”Plan B” oder ”Plan C” oder ”Plan 9 from outer space“.

“The Hooligan Bop” – Wann hast du zum letzten Mal getanzt?

Beef: Als auf unserem Flug nach Frankfurt das Klo besetzt war.

“Mr Bartender” – Dein Lieblingsgetränk?

Beef: Kommt drauf an, wer zahlt! Immer her damit!

“This Hound Dog Rocks” – Ihr macht oft Anspielungen auf Elvis. Ist er dein persönlicher King of Rock’n’Roll? Was würdest du ihm sagen, wenn du ihm begegnen würdest?

Beef: Ich erinnere mich nicht, in ”This Hound Dog Rocks” über Elvis gesprochen zu haben, das muss dein persönlicher Spleen sein. (lacht) Aber was das sonst angeht – ich traf ihn in einer Stripbar und wir haben stundenlang über Wolfgang Petry und Augustinerbräu geredet. Und natürlich ist er immer noch der King!!!

Vielen Dank für das Gespräch!

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