Meine 6 Minuten mit dem Flavour Magazine.

Ich bin ja etwas-sehr-total-unbeschreiblich überwältigt in Sachen Crowdfunding-Start! Am heutigen 3. Tag darf ich schon gigantische 32% Projektfinanzierung verzeichnen… und als wenn das allein nicht reichen würde, gab es auch noch einen Kaffee vom Verleger und ein überaus nettes Interview mit der coolen Kathi Flick vom Flavour Magazine obendrauf:

flavour magazine

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(K)ein Liebesroman: Interview mit der Autorin Sabine Wirsching.

rocknroulette:

Mein Lieblingssatz aus dem Interview mit Matthias Engels ist definitv “So präzise wie Orwell, so schwarzhumorig wie Karen Duve und so schlagfertig wie Hera Lind!”. Ja, das möchte ich mal werden, wenn ich groß bin!!

Aber erstmal habe ich ihm zum Thema Kritik & Crowdfunding, Vorbilder & Vortänzer sowie Berlin & Bergisch Gladbach Rede und Antwort stehen müssen.

Ursprünglich veröffentlicht auf DINGFEST:

hand_feder_04Ich freue mich, heute meine kleine Reihe mit Autoren-Interviews fortsetzen zu können. Erneut hat sich eine junge Autorin meinen Fragen gestellt, die kurz vor einem ganz großen Schritt steht- dem Ersten nämlich!
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Sabine Wirsching ist gelernte Buchhändlerin (eine Kollegin also, schön!), studierte Germanistik- und Kulturwissenschaft an der Universität Bremen und ist mittlerweile äußerst umtriebig sowohl als Bloggerin (http://sabinewirsching.com) als auch als Texterin und Musikjournalistin unterwegs, u.a. ehemals als Chefredakteurin des Valve Online Music Magazine jetzt für DYNAMITE.
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Heute, am 15.09., startet also Sabines großes Projekt: das Funding, das am Ende hoffentlich zur Veröffentlichung ihres Manuskriptes DRUCKSTAUEFFEKT- Soundcheck Berlin führen wird. Der kladde buchverlag aus Freiburg, mit dem sie dieses Unternehmen startet, ist der erste Verlag, der sein Programm komplett über crowdfunding finanziert. Interessierte Leser und Unterstützer können also bis zum 09.11. die erforderliche Summe für den Druck der Bücher beitragen und den Druck des Buches…

Original ansehen noch 2.104 Wörter

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BÄM!! Startschuss fürs Crowdfunding!

Endlich, endlich, endlich! Meine Fingelnägel sind abgenagt bis zu den Zehen, die Haare sind einzeln ausgerauft und die letzte Nacht war schlaflos. Aber jetzt, endlichendlichendlich, geht es los. Ab dieser Sekunde läuft die Crowdfunding-Aktion für meinen Roman “Druckstaueffekt” und zwar hier:

www.visionbakery.com/druckstaueffekt

Für alle, die jetzt zum ersten Mal davon hören:

Um was geht es? Sex. Dummheit. Liebe. Kurz: Berliner Verhältnisse, viele Affären und der Glaube, sich durch eine andere Person zu finden. Und eine ganze Menge Berlin ist auch dabei, schließlich ist die Hauptstadt berühmt für ihre Ja-Nein-Vielleicht-Beziehungsmodelle. Mehr zum Inhalt, ein Video und eine Leseprobe gibt es unter obigem Link,

Erscheinungsdatum? Frühjahr 2015!

Und wie funktioniert es? Der kladde|buchverlag ist der erste deutsche Verlag, der seine Arbeit durch Crowdfunding finanziert. Sprich: kladde ist ein ganz normaler Verlag, aber der potentielle Leser entscheidet per Vorbestellung, ob mein Roman das Potential hat, um gedruckt zu werden.

Was Crowdfunding nicht ist! Kein Eigenverlag, keine Druckkostenbeteiligung, kein Risiko: Sollte die benötigte Summe von 5.035 Euro nicht zusammenkommen, erhält jeder Unterstützer sein Geld zurück.

Wie kann man die Aktion noch unterstützen? Abgesehen vom Support auf Visionbakery ist jeder Like und jeder Share Gold wert! Wenn euch mein Projekt gefällt, dann erzählt Freunden davon, teilt die Aktion bei Facebook, postet darüber, verteilt meine Flyer… und seid am Ende stolz: Denn wenn mein Roman einmal in den Buchläden liegt, seid ihr diejenigen, die das bewirkt haben. Hooray to you!!

Also, es geht los. Ich kauf mir noch ein paar Gelnägel, damit ich die nächsten 55 Tage noch was zum Benagen habe! Und getanzt wird auch, jede Menge!

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#4 Westendstories.

Marie starrte auf ihre Fingernägel und versuchte sich daran zu erinnern, warum sie diesem Date überhaupt zugesagt hatte. Ja, sie hatte mal etwas anderes probieren wollen, ihr Muster ändern wollen – und das hatte sie jetzt davon: Sie saß bei einem Prosecco einem Tanzcafé in Charlottenburg, an einem Samstagabend. Viel zu dick geschminkt, viel zu knapp anzogen, und sie langweilte sich.

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Außer dem Kellner, einem Mittdreißiger mit rasierter Glatze, und ihr war hier keiner unter 60. Rund um sie herum tuschelten die Omis über ihren Minirock, und über den Tisch strahlten sie Günthers Augen an. Er war ganz offensichtlich stolz, mit ihr hier zu sitzen, Halbglatze war gerötet vor Freude, und er bemühte sich, ein gemeinsames Gesprächsthema zu finden.

Über „schmissige Tanzmusik“ hatte Marie nicht viel zu sagen gewusst, sie hörte nur House, und nach einem missglückten Versuch auf der Tanzfläche hatte Günther Abstand davon genommen, ihr Discofox und Rumba beibringen zu wollen. Als sie zum Tisch zurückgingen, bemühte er sich, sein Humpeln zu verstecken, ihre Pumps hatten ihn härter erwischt als er zugeben wollte, und seitdem hatte sich das Gespräch unangenehm entwickelt. Denn Günther versuchte unauffällig, Marie die Vorteile reifer Männer mit solider Anstellung und solidem Einkommen zu vermitteln, nachdem er in Sachen Musik nicht hatte punkten können.

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#50K MUSIC: Berlin Music Week 2014.

Berlin ist berühmt dafür, Himmel & Hölle in einem zu sein. Ob Party, Sex oder Unterhaltungsprogramm… nichts ist unmöglich und gerade das macht einen manchmal fertig. Zum Beispiel, weil Entscheidungen dadurch manchmal unheimlich schwer werden.

Bei First We Take The Streets an der East Side Gallery musste man zum Glück nichts selbst in die Hand nehmen – es gab zwar ein Programm zu diesem Teil der Berlin Music Weeks, aber die eingetragenen Bühnen waren zum Teil so winzig, dass man sie sowieso nicht fand – so konnte man sich getrost der Brown’schen Teilchenbewegung der Menge überlassen. Und wurde etwa bei so zauberhaften Musikern wie dem Israeli Roy Dahan angespült.

First We Take The Streets_screen

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7…6…5 Countdown!

Thumbnail Sabine

Achtung, Achtung: Stinkendes Eigenlob!
Für diesen Eintrag gibt es daher auf Wunsch handgefertigte und individuell gestaltete Nasenklammern! Virtueller Art natürlich.

In 5 Tagen geht meine Crowdfunding-Aktion los und inzwischen habe ich schon eine richtige kleine Sammlung an Leserfeedback zusammenstellen können. Mit vielen konstruktiven Tipps, manchmal auch harscher Kritik (die bei allem Schmerz meist sehr wirksam war). Und weil ich mich über eine Rückmeldung besonders freue, möchte ich sie mit euch teilen: Sie kommt nämlich von Benedict Wells, seines Zeichens junger Diogenes-Autor und nach langer Durststrecke 2009 endlich & verdient bekannt geworden mit “Becks Sommer” (was ganz nebenbei bemerkt eine tolle Roadmovie-Geschichte übers Erwachsen- und Altwerden erzählt).

Monsieur Wells hat ein paar Stunden seiner vollgepackten Zeit geopfert und in meinen “Druckstaueffekt” hineingelesen. Und was er mir daraufhin schrieb, lies mich mindestens so sehr strahlen wie ich es auf dem Video-Screenshot da oben tue:

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10 Bücher, 1 Leben.

Im Moment gehen auf Facebook ja Pest, Cholera und Ebola um, besser bekannt als Icebucket-Challenge, “Für jeden Like eine Band” und “10 Bücher, die dein Leben verändert haben”. Ersterem habe ich mich verweigert, da ich den Nominierer im Verdacht hatte, mich nur mal im Wet-T-Shirt sehen zu wollen. Bei Musik akzeptiere ich jeden Grund, um die Welt zu beschallen und als Ex-Buchhändler kann ich an der Bücherliste natürlich auch nicht vorbei.

Ich verzichte allerdings auf die Nominierung von 10 neuen Kandidaten, um dieser Kettenpostaktion den Hahn abzudrehen. Allerdings habe ich beim Auflisten festgestellt, dass ich gern das Was & Warum erklären würde. Schließlich beichtet man Hera Lind nicht ganz ohne Rotwerden. Aber so oder so: Die folgenden Bücher haben auf ihre jeweilige Art ihre Spuren und Denkanstöße bei mir hinterlassen.

KeepTheAspidistraFlying1 George Orwell – Die Wonnen der Aspidistra

Vermutlich habe ich kein Buch häufiger gelesen als die Geschichte von dem jungen Dichter Gordon Comstock, der sich mit seinem Traum, der Geldwelt zu entkommen, selber ein Bein nach dem anderen stellt. Als ich es mit 13, 14 zum ersten Mal las, habe ich nur Orwells klare, dramafreie Sprache geliebt – und auch den idealistischen Gordon, der alles für seinen Traum vom Schreiben aufgibt. Je älter ich werde, desto mehr frage ich mich, wann man sich mit der Fixierung auf ein einziges Ziel nicht nur das Leben, sondern auch das Ziel selbst verstellt. Und wie das Leben aussehen sollte, das beides vereint.

2 Ulrich Plenzdorf – Die Leiden des jungen W.

Es gibt einen ganz frühen Text von mir, der eine Schulaufgabe war: “Stell dir vor, Goethes Werther und Plenzdorfs W. treffen sich nach ihrem Tod. Was hätten sie einander zu sagen?” Ich erinnere mich, dass ich diesen Text vorlas und ich zum ersten Mal bemerkte, dass mir zugehört wurde. Dass keiner mehr raschelte und kruschelte. Sondern zuhörte. Außerdem drückte sich Plenzdorf alltagstauglich aus. Charakterstark. Und das bringt mich direkt zur nächsten Gruppe:

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#3 Westendstories.

rocknroulette:

Früher konnte ich nie verstehen, warum Paare sich nach einem Streit den Namen des anderen tätowieren lassen. Wieso man zur Versöhnung nicht nur im Bett, sondern beim Standesamt landet, und warum aus Zoff sogar Kinder entstehen. Jetzt verstehe ich. Es ist ganz einfach – man tut es, um den diffusen Wunsch nach Frieden zu zementieren. Um das Gefühl von „so soll es bleiben“ festzuhalten, um der Angst vor neuem Streit etwas entgegen zu setzen und dem guten Willen ein Denkmal.

Man hofft, dass die Probleme sich vom Acker machen, wenn man sie nur aufrichtig genug ablehnt. Denn das tut man. Man liebt den anderen aufrichtig, während einem die Nadel in die Haut fährt. Man will aufrichtig zusammenstehen, in guten wie in schlechten Tagen, man wünscht sich nichts mehr, als ein eigenes X und ein X oder Y des anderen zu einer kindlichen Manifestation von „für immer“ zu vereinen. Man hofft so sehr, dass einem die Realität entgleitet und damit das rationale Wissen, dass ein Wunsch nicht die Ursache beseitigt. Ganz gleich, wie tief man sticht oder wie oft man ihn besiegelt.

Der gute Wille ist da, auch der Wunsch und vielleicht sogar die Liebe, aber alle drei sind machtlos, wenn Faulheit, Schwäche und Halsstarrigkeit sich in übler Vetternwirtschaft zusammenrotten und die Tage finster werden wie ein Ofenrohr.

Gütig wie Buddha möchte man sein, langmütig, freundlich und gut, um jederzeit alles geben zu können und nichts dafür zu verlangen. Dabei übersieht man eins: Buddha war allein. Langmütig und freundlich zu sein zu denen, die einem begegnen, ist leicht, wenn man die Begegnung selbst bestimmt. Wenn die Begegnung nicht zwischen Tür und Angel stattfindet, zwischen überfüllten Mülleimern und ungeputzten Badezimmern, zwischen Überstunden und Einkaufsliste.

Einer allein kann das schaffen. Einer allein muss es sogar schaffen, aber wenn nicht, dann fragt keiner nach den Gründen. Zusammen ist das Schlimmste, was man sagen kann, dass man den anderen nicht braucht. Wenn man die eigenen Bedürfnisse einsargt wie den Ostblock hinterm Eisernen Vorhang, kein Hinaus und Hinein für niemanden.

Wenn man immer selbst für alles sorgt, vergisst man, wie schön es ist, wenn jemand anders beim ersten Regentropfen einen Schirm über einem ausbreitet – komm her, ich halt dich trocken. Man vergisst, dass Sorgen etwas sind, was geteilt leichter wiegt. Man vergisst, wie schön man sein kann, wenn die Augen des anderen aufglänzen beim Anblick einer Kunstleder-Korsage, dem Lieblingskleid, der ausgeleierten Schlabberhose.

Stattdessen wird zur Illusion, was man immer gewünscht und geglaubt hatte, wenn die Einsamkeit, der Zorn und die Enttäuschung einen umsurren wie die Wespe das Limonadenglas im Biergarten. Und man sitzt und beobachtet, durstig und verzagt. Hoffentlich wird man nicht gestochen. Hoffentlich ersäuft die Wespe, flügelschlagend, ertränkt von der Süße des Lebens, an der sie lecken will. Hoffentlich kommt der andere – hoffentlich kommst du und erlegst sie mit einem einzigen Schlag. Trink ruhig, ich pass schon auf.

Ursprünglich veröffentlicht auf westendstories:

Die vierte Woche des gemeinsamen Schreibeprojektes beginnt……….genau jetzt.

Diese Woche kommen die 10 Wörter von dem lieben Herrn Mo und ich freu mich, wenn wieder eine Menge Menschen Lust haben, ein wenig Kreativität walten zu lassen und spannende, schöne, lustige, traurige, skurrile und gruselige Geschichten entstehen zu lassen :) An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an die vergangenen Geschichten. Meine Güte. Was entstehen da aber auch für Sahneteile erster Klasse. Freu mich echt total drüber.

In der vergangenen Woche hab ich großmütig gleich eine ganze Woche Schreibezeit gesetzt. Diese Woche wurde die Beteiligung etwas geringer. Ich hoffe doch, das diese Woche wieder viele Lust und Zeit haben in die Tasten zu hauen um weiterhin so tolle Geschichten zu schreiben. Schön war es auch diese Woche, wenn die Beteiligung breit gefächert ist und der eine oder andere dazu kommt und einfach mitmacht. Aus Freude an der Sache.

Hier noch einmal…

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Countdown!

Noch 10 Tage, dann startet mein Roman-Crowdfundingprojekt!

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Aktueller Stand: 500 Postkarten sind frisch gedruckt & ready to go… Einmal mehr ein Hipp-hipp-hurra! auf die französischen Freunde, die einfach mal so ein cooles Design aus dem Ärmel schütteln! Und ja: Das sind meine Handgelenke. Das “Tattoo” gehört allerdings einer meiner Hauptfiguren:

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PUNKROCK! #20: Butter bei die Fashion.

Punk und Fashion Week sind für mich zwei diametrale Gegensätze, die man auf vieles anwenden kann: superinteressant vs. superoberflächlich, Charakter vs. Optik, Ja vs. Nein. Aber wenn man den ersten Auftrag von einem neuen Magazin bekommt, brüllt man ja nicht “Bloß niiiiiicht!!”, sondern lässt sich beflissen nickend auf ein neues Abenteuer ein.

In diesem Fall führte es mich an einem knallheißen Tag in die Katakomben des dezent dekadenten Adagio am Marlene-Dietrich-Platz zur Berlin Edge. In vielem bestätigte dieser kleine Einblick meine Vorstellung von der Modewelt (“Dein Shirt ist ja supersüß!”), aber sämtliche Menschen waren sehr freundlich zu mir Modemuffel und Stullen hatte ich umsonst dabei. Am Gegensatzpaar hat sich nicht viel geändert, aber schön bunt war’s und ich freu mich auf mein nächstes PUNKROCK!-Abenteuer!

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